Atelier Grünewaldstrasse im Gentilhaus

Anton Gentil

Erbaut wurde das Gentilhaus von dem Aschaffenburger Industriellen und Sammler Anton Gentil,
im Volksmund Pumpen-Anton genannt, für seine umfangreiche Sammlung in den 1920-er Jahren.
In Anlehnung an die Künstlervillen des 19. Jahrhunderts spiegelt das Gentilhaus die Persönlichkeit
des Sammlers wider und hat den Charakter einer privaten Sammlung bewahrt.

Otto Gentil

1922/23 hatte Anton Gentil für seinen Sohn nach eigenen Entwürfen ein Atelierhaus errichten lassen. Beim Bombenangriff auf Aschaffenburg am 21. November 1944 wurde das Gentilhaus stark beschädigt, viele bildhauerischen Arbeiten von Otto Gentil gingen verloren.

1946 wurde das Gentilhaus von Otto Gentil wieder aufgebaut, er bewohnte das Atelierhaus
bis an sein Lebensende 1969. Bekannte Werke: 1925, expressionistisch gestalteter, bronzener
Hirsch mit Hubertuskreuz für das Jäger-Ehrenmal am Bergfried des Aschaffenburger Schlosses;
1929, Taufstein in der kath. Kirche St. Josef in Aschaffenburg-Damm; 1931, Statue für Bernhard
von Trier in der Kleinen Schönbuschallee in Aschaffenburg.

Siegfried Rischar

Danach arbeitete und lebte der Aschaffenburger Maler, Siegfried Rischar (1924-2009),
bis zu seinem Tod im Atelierhaus.
Siegfried Rischar war Kulturpreisträger der Stadt Aschaffenburg und Mitglied der Darmstädter
Sezession, einer schon 1919 gegründeten Künstlervereinigung des Expressionismus und der
Neuen Sachlichkeit.
Werke (Auswahl): 1966 Ölgemälde „Das weiße Kleid“; Fassadenbilder „Der Weltenbummler“ und
„Werden, Sein, Vergehen“ in Berlin; Kreuzweg in der Wallfahrtskirche Hessenthal.
Vor dem Atelierhaus erinnert ein Stück der Berliner Mauer, das Siegfried Rischar mit einer Rose,
die aus dem Stacheldraht erblüht bemalt hat, an den bekannten Maler aus Aschaffenburg.

Konrad Franz

Seit März 2012 dient das Atelierhaus dem Bildhauer, Konrad Franz, als Atelier.
Die Ausstellungsräume sind nach telefonischer Vereinbarung zu besichtigen:
Tel.Nr. 0171-9261550

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